Bewegung

 

Die sich ständig ändernden Berufsbilder, die zunehmende Automatisierung und Technisierung geht in unserer Gesellschaft mit einer Abnahme der körperlichen Aktivität einher. Zum Erhalt und zur Verbesserung der Leistungsfähigkeit und Belastbarkeit des Bewegungsapparates ist jedoch ein gezieltes Krafttraining notwendig.

„Unter Bewegungsmangel versteht man Muskelbeanspruchungen die unterhalb einer bestimmten Reizschwelle liegen, deren Überschreitung jedoch für den Erhalt und den Ausbau der Muskel- und Organfunktionen notwendig ist.“ Dies gilt umso mehr, da die Muskelkraft bereits ab dem 30. Lebensjahr abnimmt.

Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Osteoporose zählen zu den häufigsten Krankheitsbildern bedingt durch mangelnder, adäquater Belastungsreize. Einen Körper ohne gezielte Bewegungsreize, kann man sich wie ein Bein vorstellen, das  mehrere Wochen in Gips lag.

Muskulatur und Kraft nehmen drastisch ab. DieFunktionsfähigkeit ist stark eingeschränkt.Viele Menschen legen ihren Körper gewissermaßen über viele Jahre in Gips, wenn sie ihm neben der täglich achtstündigen Büroarbeit, durch eine inaktive Freizeitgestaltung, die notwendigen Bewegungs- und Belastungsreize vorenthalten. Tätigkeiten die früher leicht bewältigt wurden, werden dann plötzlich zur Anstrengung.

Die vernachlässigte Muskulatur kann ihre Aufgaben nicht mehr voll erfüllen, Rückenschmerzen, Gelenkbeschwerden etc. treten vermehrt auf. Außer der gesundheitsfördernden Vorteile bietet Krafttraining auch die Möglichkeit der Gewebestraffung und Fettreduktion! So hat jeder die Wahl zwischen einen wenig beanspruchten und beschwerdeanfälligen oder einem attraktiven, kräftigen und belastbaren Körper.

Muskeln sind die Kraftwerke des Körpers, der Ort in dem die Fette im Feuer der Kohlenhydrate dahinschmelzen. Immer noch weit verbreitet ist der Glaube, insbesondere unter den Damen, das durch Krafttraining die Muskeln schnell in Masse und Umfang wachsen.

Genetisch bei Frauen nicht möglich! Es sei denn, Sie nehmen gezielt anabole Wirkstoffe wie Testosteron* und Somatotropin**. Selbst dann wenn Sie so etwas tun, ist die Dosis entscheidend.

Gesundheitsorientiertes Krafttraining ist Verletzungsprophylaxe und das gezielte vorbeugen vorzeitiger Abnutzungserscheinungen. Was nutzt uns die Steigerung der Lebenserwartung wenn die Lebensqualität dabei auf der Strecke bleibt?

Die Qualität des Muskels steht nicht im direkten Zusammenhang mit der Quantität. Also keine Angst vor Krafttraining, denn Ihre Gelenke, Ihr Skelettsystem ist nur so kräftig wie die sie umgebende Muskulatur!
Und noch etwas: Muskulatur ist die Kosmetik Ihrer Haut.

Somatotropin*: Ein Wachstumshormon.
Testosteron**: Besitzt eine anabole, muskelaufbauende Wirkung

 

 

Entspannung

 

Nervosität, Gereiztheit, Verspannungen und körperliche Unausgeglichenheit sind in unserer heutigen Zeit häufig zu beobachten. Der Wunsch einen Weg zur Entspannung und inneren Gelassenheit zu finden bekommt immer größere Bedeutung.

Stress tauchte erst 1950 als Begriff in der Biologie auf. Stress ist die Belastung für Lebewesen durch Lärm, Schmerz, Frustration, Existenzangst und Hetze. Vor 1950 wurde das englische Wort „Stress“ ursprünglich bei der Materialprüfung für Anspannung und Verzerrung verwendet.

Die Methoden der Psychohygiene (Entspannungstraining) ermöglichen die alltäglichen Stressbelastungen im Beruf, Straßenverkehr, der Partnerschaft etc. abzubauen. Regelmäßiges Entspannungstraining wirkt stressabschirmend, regenerativ sowie kompensatorisch gegenüber körperlichen und geistigen Belastungen, Erregungen und negativen Emotionen.

Entspannung ist mehr als nur Psychohygiene, der enge Zusammenhang zwischen Körper und Geist wird im regelmäßigen Training deutlich.

 

„Mens sana in corpore sano“

(Ein gesunder Geist lebt in einem gesunden Körper)

 

Die Skelettmuskulatur kann nicht entspannt sein, wenn der Mensch psychisch belastet ist, ebenso auch andersherum. So können Entspannungstechniken im Psychischen und im Physischen ansetzen, d.h. sie können mehr körperlich aktiv oder mehr psychisch orientiert sein. Zentrales Ziel von Entspannungsübungen ist das Lösen von Spannungszuständen und die Herstellung eines angenehmen körperlichen und geistigen Gefühls der Ruhe und Entspannung.

Eine leicht zu erlernende Technik ist die progressive Muskelentspannung nach Jacobsen. Verschiedene Atemtechniken und oder die Körperwahrnehmung nach Weinzmann sind ebenfalls Methoden, die leicht umzusetzen sind. Werden Sie Kapitän, der ruhige Pol, der seine Mannschaft stets zusammen hält, erreichen Sie Ihre Ziele stressfrei und mit innerer Gelassenheit. Buddhisten sind wahre Meister der Gelassenheit. Gelassenheit ist die Fähigkeit, im Hier und Jetzt zu leben, Loslassen-Können, Zulassen-Können.

Wissenschaftliche Untersuchungen belegen, dass 40% der Sorgen, die uns betrüben nie eintreten. 30% der Sorgen betreffen die Vergangenheit, können somit nicht geändert werden. 12% der Sorgen betreffen die Gesundheit, und die können wir sehr wohl beeinflussen. 10% der Sorgen sind nebensächlich, geringfügig oder unwesentlich. Also bleiben nur 8% an echten Sorgen übrig. Wenn wir uns diese Zahl immer mal wieder in Erinnerung rufen, wird Energie frei um die echten „Probleme“,wobei ich stattdessen das Wort „Herausforderung“ bevorzuge, zu meistern.

Als optimale Ergänzung für Zwischendurch bieten sich Massagen (Igelball) zur Durchblutung der Muskulatur oder ein simples Kopfmassagegerät (Stimulatrix) an.

Ebenso finden Taiji (Schattenboxen) und Qigong (Die Kunst des Atmens) immer größer werdende Interessengruppen.

Ernährung

 

Ohne Energie (Nahrungsmittel) kann der Körper keine Arbeit leisten. Die Energiegewinnung aus Lebensmitteln ist die Grundlage aller Stoffwechselvorgänge.

Der Nährstoff- und Energiebedarf ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich. Ein Bauarbeiter verbraucht während der Arbeit mehr Energie als ein Büroangestellter. Im Schlaf wird weniger Energie verbraucht als bei der Arbeit. Hauptnahrungsmittel sind: Kohlenhydrate, sie haben eine ausgesprochen große Bedeutung in unserer Ernährung. Sie liefern Energie für Bewegung, das heißt sie sind das Benzin für unseren Körper. Kohlenhydrate liefern somit auch die Energie für die Zellen.

Als Hauptnahrungsmittel hat sich in Europa 1684 die unter der Erde wachsende Knolle, die Kartoffel, etabliert. Weiterhin gilt Brot als kohlenhydratreiches Lebensmittel, insbesondere in Vollkornbrot sind viele  Ballaststoffe enthalten. Eiweiße, auch Proteine genannt, sind Aminosäuren. Der Körper benötigt Eiweiß zum Aufbau und erhalt der Zellen, letztlich bestimmen Eiweiße die Beschaffenheit von Gewebe, beispielsweise der Haarstruktur, und den gesamten Körperaufbau. Mit der Nahrung nehmen wir lebensnotwendige Eiweiße auf, im Magen werden diese in ihre Bestandteile durch Peptidasen zerlegt, sprich zu Aminosäuren denaturiert. Auf acht Aminosäuren ist der menschliche Organismus besonders angewiesen, denn sie sind essenziell, das bedeutet, dass der Körper sie nicht selbst herstellen kann. Eiweiß hat eine große Anzahl von Aufgaben in unserem Körper.

Ein erwachsener Mensch benötigt etwa 1 Gramm Eiweiß pro Kilogramm Körpergewicht am Tag. Es dient zum Aufbau und zum Erhalt der Körperzellen, auch zur Heilung von Wunden und Krankheiten. Fette, es ist unbestritten - wir essen zuviel Fett! Unser Fettverzehr liegt durchschnittlich bei 134 Gramm pro Tag, das sind 64 Gramm zuviel. Verstecktes Fett, z.B. in Wurst und Schokolade, führt dazu, das der Anteil an Fett, doppelt so hoch ist, wie er sein sollte. Jedoch sind auch Fette Lebensnotwendig! Linolsaeure (Omega 6 = Turbo für das Herz) ist essentiell, das heißt der Körper kann diese Fettsäure nicht synthetisieren und muss somit über die Nahrung dem Organismus zugeführt werden.

Die Zusammensetzung in unserem Nahrungsfett  hat einen großen Einfluss  auf den Cholesterinspiegel. Gesättigte Fettsäuren erhöhen den Cholesterinspiegel, einfach ungesättigte Fettsäuren erhöhen den HDL- Cholesterinspiegel und mehrfach ungesättigte FS senken den Gesamtcholesterinspiegel. Der Anteil des Gesamtenergiebedarfes sollte zu 30% aus Fetten bestehen, davon: 7,5 % der Energie aus gesättigten Fettsäuren, 7,5 % der Energie aus mehrfach ungesättigten Fettsäuren und 15 % der Energie aus einfach ungesättigten Fettsäuren.